Meta stoppt MCI‑Datensammlung nach Berichten.
In Kürze
- Maus- und Tastaturaktionen aufgezeichnet
- Sensible Eingaben und Transkripte einsehbar
- Untersuchung läuft; kein externer Zugriff bestätigt
Meta hat vorerst die Erfassung von Mausbewegungen und Tastenanschlägen von Mitarbeitenden gestoppt. Grund: Berichte, wonach die so gesammelten Daten offenbar nicht ausreichend geschützt waren und sensible Infos für andere Beschäftigte einsehbar gewesen sein könnten. Meta bestreitet einen bestätigten Datenleck, hat die Erfassung aber pausiert und untersucht den Vorfall.
Was ist passiert?
Seit etwa zwei Monaten zeichnete Meta unter dem Namen „Model Capability Initiative“ (MCI) Maus- und Tastaturaktionen von Mitarbeitenden auf. Ziel war es, KI-Modelle mit menschlichem Verhalten zu trainieren. Nach internen Protesten wurde die Software Anfang Juni angepasst; es gab zudem eine kurze Möglichkeit, die Datenerfassung auf dem Arbeitsrechner (für etwa 30 Minuten) zu pausieren.
Warum die Datensammlung gestoppt wurde
Untersuchungsberichte – unter anderem von Reuters – legen nahe, dass gespeicherte Daten unter anderem vollständige Eingaben an KI-Modelle („Prompts“), Transkriptionen, private Gespräche sowie personenbezogene und Leistungsdaten enthalten haben könnten. Diese Informationen sollen für andere Mitarbeitende abrufbar gewesen sein.
Meta erklärt, dass strenge Zugriffskontrollen definiert seien und nur wenige Ingenieur:innen Zugriff auf Rohdaten gehabt hätten. Trotzdem meldete ein Mitarbeitender den Vorfall intern als schwerwiegend, was die Prüfung auslöste.
Frühere Bedenken bei Beschäftigten
Bereits im Mai hatten Mitarbeitende Vorwürfe erhoben: Angeblich sammelte Meta mehr Daten als angekündigt und speicherte Protokolle unverschlüsselt, was Datenschutzfragen aufwarf.
Ein Beschäftigter schrieb, er habe über seinen Arbeitsrechner auf persönliche Steuer- und medizinische Daten zugegriffen – und dass Tausende Kolleg:innen ähnliche Zugriffe hätten haben können. Diese Person ging davon aus, dass die Daten geschützt und nur gefiltert für legitime Zwecke verwendet würden.
Aktueller Status
Meta hat die MCI-Erfassung vorübergehend ausgesetzt und prüft den Sachverhalt. Das Unternehmen teilt mit, bislang gebe es keine Hinweise auf unbefugten Zugriff auf die Rohdaten, will die Untersuchungsergebnisse aber abwarten. Wie lange die Aussetzung der Datensammlung andauern wird, ist offen.
Was das für dich bedeutet
Wenn du dich fragst, ob deine eigenen Daten betroffen sind: Diese Meldungen betreffen interne Datenerfassung bei Meta-Mitarbeitenden zur KI‑Entwicklung, nicht direkt Nutzer:innen außerhalb des Unternehmens. Wie gründlich die interne Prüfung ausgeht und welche Änderungen Meta anschließend vornimmt, bleibt abzuwarten.
Quellen
- Quelle: Meta Platforms
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




