Adobe rollt den Creative Agent breit aus: KI nimmt dir Routinen ab, du triffst die kreativen Entscheidungen.
In Kürze
- Automatisiert wiederkehrende Produktionsschritte in Premiere, Photoshop, Illustrator, InDesign und Frame.io
- Firefly erstellt Brand‑Kits, Quick Cuts und macht Assets per Sprache auffindbar
- Integration in ChatGPT, Claude und Microsoft 365 Copilot; Beta und Wartelisten
Adobe rollt seinen KI‑Assistenten Creative Agent breit aus: Der Helfer zieht in viele Creative‑Cloud‑Apps ein — und taucht auch in Diensten von Drittanbietern wie ChatGPT, Claude und Microsoft 365 Copilot auf. Ziel: lästige, wiederkehrende Produktionsarbeit automatisch abwickeln, damit Menschen die gestalterischen Entscheidungen übernehmen.
Wie der Agent in der Praxis arbeitet
Du gibst eine Idee oder Aufgabe vor, der Agent übernimmt die mehrstufigen Arbeitsschritte. Er tritt in jeder App als Spezialist auf; du bestimmst, welche Aufgaben du abgibst und welche du selbst machst.
Was er in den einzelnen Programmen kann
- Premiere: Material sortieren, Dateien in Stapel umbenennen, Interviews automatisch erkennen, Marker setzen und einen ersten Rohschnitt erstellen.
- Photoshop: Hintergründe austauschen, Bilder in Größen für verschiedene Plattformen anpassen und Ebenen gemäß Komposition ordnen.
- Illustrator: Aus Tabellen viele versionsbasierte Dateien erzeugen, Ebenen neu strukturieren und vor dem Druck einen kurzen Preflight‑Check (z. B. Farbmodus, fehlende Schriften) durchführen.
- InDesign: Layouts automatisch aktualisieren, indem eine Marken‑PDF als Referenz dient — Texte, Stile und Druckprüfung werden angepasst.
- Frame.io: Aufnahmematerial organisieren, Feedback zu Revisionen bündeln und ergänzendes B‑Roll‑Material generieren.
Firefly und neue Solo‑Creator‑Funktionen
Adobes generative KI Firefly bekommt Werkzeuge, die sich besonders an Einzelcreator richten: Aus einer Beschreibung von Stil, Namen und Farben erstellt die KI ein Brand‑Kit (Logo, Farben, Schriften). Produktfotos lassen sich in kurze Videos verwandeln, „Quick Cut” erzeugt automatisch einen ersten Videoschnitt, und Storyboards können direkt in Clips umgesetzt werden. Assets sollen per natürlicher Sprache auffindbar sein; der Assistant merkt sich deine Workflow‑Vorlieben und lässt sich anpassen. Du kannst Kolleg:innen zur Durchsicht einladen.
Neue Studio‑Oberfläche und Organisationshilfen
In einer geschlossenen Beta führt Adobe eine überarbeitete Studio‑Oberfläche ein, die Generierung und Bearbeitung kombiniert. Elements speichert wiederverwendbare Charaktere, Orte und Objekte; Projects bündelt zu einem Projekt gehörende Assets, Generierungen und Kontextinformationen. Der Zugriff erfolgt teilweise über eine Warteliste.
Anbindung an Fremdplattformen
Adobe integriert Teile seiner Technologie in ChatGPT, Anthropic’s Claude und Microsoft 365 Copilot; Anbindungen an Google Gemini und Slack sind angekündigt. Ziel ist, dass du dort arbeiten kannst, wo deine Unterhaltungen und Ideen entstehen, ohne ständig zwischen Anwendungen wechseln zu müssen.
Verfügbarkeit und Beta‑Status
Der KI‑Assistent ist in Premiere, Photoshop, Illustrator, InDesign und Frame.io als öffentliche Beta verfügbar. After Effects startet in einer geschlossenen Beta. Neue Firefly‑Funktionen sind in der Web‑App zu finden; die neue Studio‑Oberfläche, Elements und Projects laufen über Wartelisten.
Wichtigster Punkt
Die Neuerungen übernehmen vor allem repetitive Produktionsaufgaben. Adobe positioniert die KI als Helfer, der Routinen erledigt, während Menschen die kreative Gestaltung steuern.
Quellen
- Quelle: Adobe
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




