Copilot Cowork ist jetzt global freigegeben: Agentische KI automatisiert Aufgaben über mehrere M365‑Apps.
In Kürze
- Agentische KI führt Schritte über E‑Mail, SharePoint, Excel und mehr aus
- Verarbeitung bleibt im Microsoft‑365‑Sicherheitsperimeter mit Compliance‑Kontrollen
- Lizenzpflicht (Copilot USL) und nutzungsbasierte Credits; Preview‑Nutzer zahlen ab 1.7.2026
Microsoft macht Copilot Cowork für Microsoft 365 weltweit verfügbar — das solltest du wissen
Microsoft hat Copilot Cowork, eine agentische Erweiterung für Microsoft 365, jetzt allgemein freigegeben. Nach einer dreimonatigen Preview im sogenannten Frontier‑Programm ist die Funktion ab sofort produktiv für Unternehmen einsetzbar. Die Ausführung läuft in der Microsoft‑Cloud.
Was genau ist Copilot Cowork?
Copilot Cowork arbeitet agentisch: Du gibst ein Ziel oder eine Aufgabe vor, und die KI erledigt anschließend Schritte weitgehend autonom über mehrere M365‑Apps hinweg. Das bedeutet mehr als reine Chat‑ oder Textvorschläge — die KI kann E‑Mails lesen, Dateien prüfen, Inhalte erzeugen, Ergebnisse ablegen und Workflows anstoßen.
Praxisbeispiele
- Vorbereitung von Kundenterminen: Die KI sichtet E‑Mails, Besprechungsnotizen und Dateien, erstellt ein Briefing und eine Präsentation und speichert das Ergebnis in SharePoint.
- Datenanalyse: Berichte, Analystenkommentare oder SEC‑Filings werden zu strukturierten Zusammenfassungen verdichtet; wichtige Kennzahlen landen automatisch in einer Excel‑Mappe.
- ERP‑Workflows mit Dynamics 365: Die KI vergleicht eingehende E‑Mails oder PDFs mit internen ERP‑Daten, markiert Unstimmigkeiten und formuliert einen Zuschlag‑Entwurf.
- Kalender‑Management: Analyse deines Wochenplans, Erkennung von Terminkonflikten oder wenig relevanten Meetings, Vorschläge zum Verschieben und automatisches Blocken von Fokuszeiten.
Kontext und Sicherheit
Copilot Cowork nutzt die kontextbezogene Engine „Work IQ“, um Aufgaben mit relevanten Unternehmensdaten wie E‑Mails, Notizen und Dateien zu verknüpfen. Microsoft betont, dass sämtliche Verarbeitung innerhalb des Microsoft‑365‑Sicherheitsperimeters erfolgt und sich in bestehende Compliance‑Mechanismen einfügt — darunter Audit‑Logs, eDiscovery, Insider Risk Management und Communication Compliance. Vertraulichkeits‑Labels auf Dokumenten erkennt die KI und beachtet die jeweiligen Vorgaben, sodass die Datenkontrolle erhalten bleiben soll.
Lizenzierung, Kosten und Administration
Voraussetzung zur Nutzung ist die Microsoft 365 Copilot User Subscription License (USL).
Die Abrechnung der Cowork‑Aufgaben erfolgt nutzungsbasiert über Copilot Credits — ein Verbrauchsguthaben, dessen Abzug von mehreren Faktoren abhängt: eingesetztes KI‑Modell, Menge des abgerufenen Kontexts, verwendete Tools und benötigte Rechenzeit.
Es gibt zwei Zahlungsmodelle: Pay‑as‑you‑go oder ein Pre‑Purchase‑Plan (P3) mit vorausgekauftem Volumen und Rabattstufen. Administratoren können Budgets und Ausgabenlimits auf Tenant‑, Gruppen‑ oder Benutzer‑Ebene setzen und bei Überschreitungen automatisch benachrichtigt werden. Nutzer aus der Preview‑Phase erhalten eine Übergangsfrist: die Nutzung wird ab dem 1. Juli 2026 in Rechnung gestellt.
Modelle, Plugins und Erweiterbarkeit
Cowork ist multi‑modellfähig: Du kannst je nach Anforderungen zwischen verschiedenen Modellen wählen — zum Start sind unter anderem Anthropic Opus 4.8 und Sonnet 4.6 verfügbar. Microsoft kündigt zudem ein eigenes, effzienzoptimiertes Modell namens „Cowork 1“ an, das in den kommenden Wochen folgen soll. Der Funktionsumfang lässt sich über Plugins erweitern; zum Start gibt es neun Partner‑Integrationen (beispielsweise Miro, monday.com, Harvey), weitere Partner wie Atlassian und Databricks sind geplant. In der M365‑App gibt es zudem einen Schalter, um schnell zwischen dem klassischen Chat‑Copilot und der agentischen Cowork‑Umgebung zu wechseln.
Verfügbarkeit
Copilot Cowork ist jetzt global allgemein verfügbar. Unternehmen können die Funktion nach Aktivierung und entsprechender Lizenzierung produktiv nutzen; Preview‑Nutzer sollten die angekündigte Abrechnung ab 1. Juli 2026 beachten.
Quellen
- Quelle: Microsoft
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




