Google präsentiert Gemini‑SQL2 — KI erzeugt lauffähige SQL‑Abfragen

14.06.2026 | Allgemein, KI

Google Research stellt Gemini‑SQL2 vor: Übersetzt natürliche Sprache direkt in ausführbare SQL‑Abfragen.

In Kürze

  • Wandelt Alltagssprache in lauffähige SQL‑Abfragen
  • 80,04% Execution Accuracy auf dem BIRD‑Benchmark
  • Übertrifft GPT‑5.5‑xhigh und Claude Opus; kein Release‑Datum genannt

Google Research hat Gemini‑SQL2 vorgestellt, ein System, das normale Sprache in ausführbare SQL‑Abfragen übersetzt. Das Modell läuft auf Basis von Gemini 3.1 Pro und zielt darauf ab, aus Alltagsanweisungen wirklich lauffähige Datenbankabfragen zu erzeugen.

Was Gemini‑SQL2 macht

Du formulierst eine Frage oder Anweisung in natürlicher Sprache — zum Beispiel „Zeige mir die Umsätze der letzten zwölf Monate nach Produktkategorie“ — und Gemini‑SQL2 erzeugt daraus eine SQL‑Abfrage. SQL ist die Standard‑Sprache zur Abfrage relationaler Datenbanken; das neue Tool soll diese Übersetzung automatisieren.

Wie gut es funktioniert

Auf dem BIRD‑Benchmark, der misst, wie korrekt solche Übersetzungen praktisch ausfallen, erreicht Gemini‑SQL2 eine Execution Accuracy von 80,04 Prozent. Execution Accuracy gibt an, wie oft die erzeugte Abfrage tatsächlich ausgeführt wird und das richtige Ergebnis liefert — also nicht nur, ob die Syntax stimmt, sondern ob die Abfrage in der Praxis das gewünschte Resultat bringt.

Einordnung im Wettbewerb

Google positioniert Gemini‑SQL2 an der Spitze der aktuellen Modelle: OpenAIs GPT‑5.5‑xhigh kommt auf etwa 72,8 Prozent, Anthropic Claude Opus 4.6 auf rund 70,9 Prozent. Modelle von Databricks, AWS, Tencent und Alibaba liegen deutlich darunter.

Warum das schwer ist

Google betont, dass die Übersetzung von Alltagssprache in korrektes SQL besonders anspruchsvoll ist. Daten sind oft vielschichtig, Tabellen und Beziehungen können komplex sein, und es gelten unternehmensspezifische Regeln, die eine einfache Wort‑für‑Wort‑Übersetzung verhindern. Gemini‑SQL2 soll deshalb nicht nur plausibel aussehende Abfragen erzeugen, sondern Abfragen, die tatsächlich erfolgreich laufen.

Bedeutung für Google‑Dienste

Laut Google könnte ein besseres Verständnis von SQL durch solche Modelle die natürlichen Sprachfunktionen in Googles Datendiensten insgesamt verbessern — etwa bei Analysewerkzeugen oder bei interaktiven Abfragehilfen.

Verfügbarkeit und Dokumentation

Google Research nennt keine Angaben zu einer allgemeinen Veröffentlichung von Gemini‑SQL2, und bislang gibt es kein begleitendes Paper. Die Informationen stammen direkt von Google Research.

Quellen

  • Quelle: Google Research
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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