YouTube macht KI‑Labels sichtbarer und führt automatische Erkennung ein

28.05.2026 | Allgemein, KI

YouTube macht KI-Kennzeichnungen sichtbarer und führt ab Mai 2026 automatische Erkennung fotorealistischer, stark KI-veränderter Videos ein.

In Kürze

  • Labels unter dem Player; Shorts mit Einblendung
  • Automatische Erkennung für fotorealistische, stark veränderte Clips ab Mai 2026
  • Creators können falsche Markierungen korrigieren; Ausnahmen gelten, Monetarisierung bleibt unbeeinflusst

YouTube macht KI-Kennzeichnungen sichtbarer – und führt eine automatische Erkennung für stark KI‑veränderte, fotorealistische Videos ein. Die Änderungen sollen sofort sichtbar werden, die automatische Erkennung startet im Mai 2026.

Die Änderungen sollen sofort sichtbar werden, die automatische Erkennung startet im Mai 2026.

Was sich jetzt ändert

  • Sichtbarkeit der Labels: Bei längeren Videos erscheint die Kennzeichnung direkt unter dem Player, bei Shorts wird ein Hinweis als Einblendung im Video angezeigt. YouTube will damit deutlich machen, wenn ein Clip KI‑basiert ist oder stark von KI verändert wurde.
  • Automatische Erkennung ab Mai 2026: Kommt ein fotorealistisches oder stark KI‑verändertes Video ohne Kennzeichnung hoch, will YouTube es künftig selbst erkennen und mit einem Label versehen. Das System greift nur, wenn Creator die Inhalte nicht selbst als KI‑basiert markieren.

Was Creator wissen müssen

  • Korrekturmöglichkeit: Falls ein Video fälschlich gekennzeichnet wurde, kannst du die Markierung in YouTube Studio anpassen.
  • Ausnahmen: Inhalte, die mit YouTubes eigenen KI‑Tools Veo oder Dream Screen entstanden sind, werden nicht automatisch gekennzeichnet. Ebenfalls ausgenommen sind Videos, die C2PA‑Metadaten enthalten — das sind eingebettete Angaben darüber, wie ein Inhalt entstanden ist.
  • Keine Auswirkung auf Reichweite oder Einnahmen: YouTube betont, dass die Labels weder die Empfehlungen noch die Monetarisierung eines Videos beeinflussen sollen.

Hintergrund und Kontext

YouTube kennzeichnet seit 2024 bereits KI‑Inhalte, basierend auf Angaben der Creator. Die neue automatische Erkennung ist eine Reaktion auf eine Untersuchung Ende letzten Jahres, die zeigte, dass die Plattform mit minderwertigen und teils politisch relevanten KI‑Inhalten zu kämpfen hatte.

Werkzeuge gegen Deepfakes

Parallel öffnet YouTube sein Deepfake‑Erkennungstool „Likeness Detection“ für alle Creator ab 18 Jahren. Das Tool soll helfen, missbräuchliche Nutzung von Gesichtern und Identitäten zu identifizieren.

Andere Plattformen reagieren ähnlich

Auch andere Netzwerke ziehen nach: LinkedIn hat angekündigt, verstärkt gegen generierte Texte vorzugehen. Die Branche rückt damit das Thema Kennzeichnung und Herkunft von Inhalten weiter in den Fokus.

Quellen

  • Quelle: YouTube
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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