Huawei peilt 12 Mrd. Umsatz mit eigenen KI‑Chips an

05.05.2026 | Allgemein, KI

Huawei setzt auf eigene KI‑Beschleuniger und will Marktanteile in China ausbauen.

In Kürze

  • Ascend 950PR fokussiert auf Inference, nutzt LPDDR5X‑Module
  • Fertigung größtenteils bei SMIC im 7‑nm‑Prozess; ASML‑Zugang fehlt
  • Erwartete Umsätze 2026: rund 12 Mrd. USD; Exportregeln formen Konkurrenz

Huawei will mit eigenen KI‑Chips in China Marktanteile gewinnen — und peilt dafür ein großes Umsatzplus an. Laut einem Bericht der Financial Times, gestützt auf mehrere anonyme Quellen, bringt der Konzern eine neue Beschleuniger‑Generation namens Ascend 950PR in Stellung. Ziel: vor allem das Ausführen bereits trainierter Modelle (Inference), nicht das aufwändige Training großer KI‑Modelle.

Was der Ascend 950PR kann

Der Ascend 950PR ist nach dem Bericht primär für Inference gedacht. Ein im Herbst 2025 im Umlauf gewesenes Bild soll den Chip zeigen: Demnach besteht das Modul aus zwei Compute‑ und I/O‑Dies sowie acht Speicherbausteinen mit jeweils 128 GByte — mutmaßlich LPDDR5X. Solche Speicherbausteine sind für Inference-Anwendungen oft ausreichend; die extrem schnellen HBM‑Speicher, die beim Training großer Modelle helfen, fehlen offenbar noch bei diesem Modell.

Parallel arbeitet Huawei offenbar an einer weiteren Variante, dem Ascend 950DT, die gegen Jahresende mit chinesischem HBM auftauchen könnte. Chinesische DRAM‑Fertiger wie CXMT sollen derzeit noch keine HBM‑Produktion in größerem Umfang liefern können.

Fertigung und technische Einschränkungen

Die Fertigung der Chips läuft laut Bericht größtenteils bei SMIC, Huawei soll inzwischen auch eigene Fabrik‑Kapazitäten betreiben. Vermutlich kommt ein 7‑Nanometer-Prozess zum Einsatz; verlässliche Hinweise auf eine chinesische Serienproduktion im 5‑Nanometer-Bereich gibt es nicht.

Ein großes Problem bleibt der Zugang zu den modernsten Lithografie‑Maschinen von ASML. Ohne diese UV‑Lichtmaschinen sind Ausbeute (Yield) und technischer Fortschritt erschwert. Um die Ausbeute zu verbessern, teilt Huawei den Chip offenbar in zwei kleinere Compute‑Dies statt einen sehr großen Einzelchip zu fertigen — ein Trick, den Hersteller oft nutzen, um Verluste wegen fehlerhafter großen Dies zu reduzieren. Außerdem stützt China seine Chipindustrie kräftig mit Subventionen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Wirtschaftliche Erwartungen

Huawei rechnet laut FT damit, mit diesen Chips 2026 rund 12 Milliarden US‑Dollar (gut 10 Milliarden Euro) einzunehmen — etwa 60 Prozent mehr als 2025. Das Unternehmen nennt wenige offizielle Details; die Zahlen stammen aus den Recherchen der Zeitung.

Politik, Exportregeln und Konkurrenz

Die Marktdynamik in China ist stark von geopolitischen Faktoren geprägt. Die US‑Regierung hatte 2025 Exporte von KI‑Beschleunigern nach China verboten, um Chinas KI‑Entwicklung zu bremsen. Ende 2025 plante die US‑Administration jedoch, einen Teil der Exporte über eine Regelung wieder zu erlauben — mit einer Obergrenze von 25 Prozent Umsatzanteil für betroffene Hersteller. Im Februar 2026 kippte der US‑Oberste Gerichtshof diesen Plan: Bestimmte Zölle und Abgaben wurden als rechtswidrig erklärt, wodurch die vorgesehene Umgehung hinfällig wurde.

Nvidia‑Chef Jensen Huang kritisierte die US‑Politik offen und sagte laut Bericht, Nvidias Marktanteil für KI‑Beschleuniger in China sei „praktisch auf null gefallen“. In Nvidias Geschäftsberichten fehlen zuletzt Lieferungen von KI‑Beschleunigern nach China; unter geänderten Regeln könnten aber Bestellungen älterer Hopper‑Chips wieder auftauchen. Parallel dazu wächst Nvidia weiter: Der Quartalsumsatz mit Server‑Hardware lag zuletzt bei 62,3 Milliarden US‑Dollar. Nvidias Gaming‑Grafikkarten (GeForce) werden weiterhin nach China verkauft; AMD lieferte zuletzt nur kleinere Mengen an Beschleunigern dorthin.

Was das für den Markt bedeutet

Kurz gesagt: Huawei setzt verstärkt auf „Made in China“-Beschleuniger für Inference und erwartet deutliches Wachstum 2026. Gleichzeitig sind ausländische Anbieter durch Exportregeln und juristische Entscheidungen ausgebremst, was Angebot und Wettbewerb in China verändert. Der Markt für KI‑Beschleuniger bleibt damit eng verflochten mit politischen Entscheidungen und der Entwicklung der heimischen Fertigungskapazitäten.

Quellen

  • Quelle: Huawei / Nvidia
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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