ZDF zeigt KI-Fake im ‚heute journal‘ – Korrespondentin abberufen

21.02.2026 | Allgemein, KI

Ungekennzeichnete KI-Sequenz und falsche Archivbilder im ‚heute journal‘ führen zu personellen Konsequenzen und geplanten Kontrollen.

In Kürze

  • KI-Video mit „Sora“-Wasserzeichen im Beitrag
  • Zweites Bild stammt aus 2022, kein ICE-Zusammenhang
  • Korrespondentin abberufen; ZDF plant Schulungen und Prüfungen

Im ZDF-„heute journal“ ist eine Sendung gelaufen, die zwei falsche Bildsequenzen enthielt — eine davon offenbar mit Hilfe einer generativen Künstlichen Intelligenz erstellt. Der Fall hat zu personellen Konsequenzen und versprochenen internen Änderungen geführt.

Was gezeigt wurde

Der Beitrag behandelte das harte Vorgehen der US-Grenzpolizei ICE. In einer Szene ist zu sehen, wie angebliche ICE-Beamte eine Mutter von ihren Kindern trennen. Diese Sequenz trug ein Wasserzeichen der KI namens „Sora“ — also ein Hinweis, dass es sich nicht um echtes Filmmaterial, sondern um KI-generiertes Material handelt. Eine weitere gezeigte Aufnahme zeigte einen Polizisten, der einen Minderjährigen abführt. Dieses Bild ist zwar echt, stammt aber aus einem Fall von 2022 (eine Drohung eines Amoklaufs in Florida) und hat nichts mit ICE zu tun.

Wie es zu dem Fehler kam

Laut ZDF stammte der Beitrag ursprünglich aus der New Yorker Berichterstattung der Auslandskorrespondentin Nicola Albrecht. Eine längere Fassung des Beitrags hatte das ZDF zuvor bereits im „Mittagsmagazin“ unbeanstandet ausgestrahlt. Für das „heute journal“ habe Albrecht den Beitrag überarbeitet und dabei „zwei Videoszenen aus dem Netz“ verwendet.

Das ZDF stellt klar, dass KI-generierte Bilder ohne journalistische Kennzeichnung und Einordnung nicht hätten verwendet werden dürfen. Die Redaktion des „heute journals“ habe die KI-Sequenz bei der Abnahme erkennen müssen.

Personelle Konsequenzen

Als Reaktion auf den Regelverstoß hat der Sender die New Yorker Auslandskorrespondentin Nicola Albrecht „mit sofortiger Wirkung“ abberufen. Unklar bleibt nach Angaben des ZDF, warum der Beitrag noch einmal geändert wurde und wer beim „heute journal“ die finale Freigabe erteilte.

Reaktionen aus der Senderführung

ZDF-Nachrichtenchefin Anne Gellinek entschuldigte sich im „heute journal“ für den Fehler. Chefredakteurin Bettina Schausten sprach von erheblichem Schaden für die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung und kündigte einen Maßnahmenkatalog an, um die journalistischen Standards wieder herzustellen. Der Sender teilte außerdem mit, dass es Schulungen zur Verwendung von KI-Material geben und die internen Abläufe überprüft werden sollen.

Zu weiteren Details

Moderatorin Dunja Hayali sei nach Angaben des Senders nicht über die handwerklichen Fehler im Beitrag informiert gewesen. Welche konkreten Schritte zur Kontrolle von Bildquellen künftig verpflichtend werden und wie die Entscheidungswege bei der Freigabe genau verändert werden sollen, will das ZDF in den kommenden Tagen darlegen.

Kurz gesagt

Der Fall dreht sich um ungekennzeichnetes KI-Material und fremdes Videomaterial in einem Beitrag des „heute journals“, daraus resultierten personelle Maßnahmen und Ankündigungen für strengere Prozesse und Schulungen.

Quellen

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