Investoren verlagern Fokus von SaaS‑Abos auf KI, die Lohnkosten ersetzt.
In Kürze
- KI trifft Löhne statt IT‑Budgets
- Agentic AI kann komplette Arbeitsabläufe übernehmen
- Hohe Bewertungen (Anthropic ~350 Mrd) belasten Softwareaktien
Du hast sicher die Schlagzeilen um hohe KI‑Bewertungen mitbekommen. Investoren rechnen inzwischen damit, dass KI eher Löhne als klassische Software‑Budgets trifft – und das verändert, welche Firmen besonders viel Wert versprechen.
Sebastian Duesterhoeft von Lightspeed Venture Partners sagte der Financial Times, KI sei nicht einfach „Unternehmenssoftware“ im herkömmlichen Sinn, die sich an IT‑Haushalte richtet. Stattdessen greife sie direkt in Arbeitskosten ein und werde früher oder später ganze menschliche Arbeitsabläufe von Anfang bis Ende übernehmen.
Genau diese Erwartung erklärt, warum die laufende Finanzierungsrunde von Anthropic das Unternehmen mit rund 350 Milliarden US‑Dollar bewertet. Herkömmliche SaaS‑Angebote sind oft an begrenzte IT‑Budgets gebunden. Dagegen zielen sogenannte „agentic AI“-Systeme — also autonome KI‑Agenten, die selbstständig Aufgaben erledigen — auf einen deutlich größeren Markt: die Lohnkosten von Unternehmen.
Die Aussicht auf solche autonomen Systeme hat bereits Marktreaktionen ausgelöst. Neue Modelle, branchenspezifische KI‑Tools und die Nachricht, dass Goldman Sachs Teile von Bankrollen automatisieren will, führten zu Verkäufen bei traditionellen Softwareaktien. Anleger sehen zunehmend, dass autonome KI‑Agenten bestehende Geschäftsmodelle bedrohen könnten.
Wenn du die Märkte verfolgst, siehst du also, dass es nicht mehr nur um Abo‑Modelle geht, sondern um die Frage, wie viel Arbeit künftig noch von Menschen erledigt wird.
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Quellen
- Quelle: Lightspeed Venture Partners / Anthropic
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




