Meta macht KI-Nutzung zur Leistungsmetrik — via Tool Checkpoint.
In Kürze
- Bis zu 200 Datenpunkte
- Boni bis zu 200%
- Zugriff auf Llama, Gemini 3 Pro und GPT-5
Meta macht den Einsatz von KI zum Leistungsfaktor — und wenn du bei Meta arbeitest, kann das künftig direkten Einfluss auf deine Performance-Reviews und Boni haben. Intern hat das Unternehmen ein Tool namens Checkpoint vorgestellt, das messen soll, wie Beschäftigte KI-Tools nutzen und wie sich das auf ihre Arbeit auswirkt.
Checkpoint: Was das Tool misst
Checkpoint ist ein KI-gestütztes Bewertungswerkzeug, das bis zu rund 200 Datenpunkte auswertet.
- Fehler im Code
- wie viel Code ohne KI-Unterstützung geschrieben wurde
- — intern so bezeichnet — wie viele Zeilen „vibegecodet“ wurden, also mit Hilfe von KI erstellt wurden
Meta positioniert das Tool nicht als reinen Aktivitätstracker, sondern sagt, es solle Wirksamkeit erfassen und Performance-Reviews beschleunigen.
Welche Daten Checkpoint nutzt
Das System greift vor allem auf bereits aggregierte Daten aus bestehenden Systemen zurück, etwa aus Google Workspace und anderen internen Quellen. Meta betont dabei, dass die Grundlage bereits vorhandene, zusammengefasste Daten seien — nicht stundenweise Überwachungsprotokolle.
Verknüpfung mit Boni
Checkpoint ist eng mit einem überarbeiteten Bonussystem verknüpft. Mitarbeitende, die sehr hohe Bewertungen in den vier festgelegten Leistungskategorien erreichen, könnten demnach Boni von bis zu 200 Prozent erhalten, wie Business Insider zuerst berichtete. Details zu den Kategorien und der genauen Berechnung stammen aus internen Berichten.
Zugriff auf verschiedene KI-Modelle
Mitarbeitende bei Meta sollen nicht nur auf Metas eigene Llama-Modelle zugreifen können, sondern auch auf externe große Sprachmodelle wie:
- Googles Gemini 3 Pro
- OpenAIs GPT-5
(LLM steht für große Sprachmodelle, die viel Text verarbeiten und erzeugen können.)
Ziel: KI fest ins Tagesgeschäft integrieren
Meta strebt an, KI stärker in Routinetätigkeiten einzubinden und erwartet dadurch Effizienzgewinne — etwa dass Aufgaben, die früher ganze Teams benötigten, von einzelnen Personen erledigt werden können. Ob sich solche Produktivitätsgewinne tatsächlich messbar einstellen, ist jedoch umstritten: Eine PwC-Umfrage in Deutschland kommt bislang zu kaum messbaren Produktivitätssteigerungen trotz umfangreicher Investitionen in KI.
Kontext: Personalabbau und interne Quellen
Die Einführung von Checkpoint erfolgt vor dem Hintergrund bereits erfolgter Stellenkürzungen bei Meta, unter anderem bei Beschäftigten, die als „Low Performer“ eingestuft wurden, sowie in Bereichen wie KI und Metaverse. Die Berichte zu Checkpoint stammen aus internen Quellen und wurden unter anderem von The Information veröffentlicht; Angaben zum Bonussystem wurden zuerst von Business Insider berichtet.
Quellen
- Quelle: Meta
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




