KI entlastet Verlage – bringt aber Urheberrechts- und Jobfragen mit

25.01.2026 | Allgemein, KI

KI bringt Effizienz, aber wirft Urheber- und Jobfragen auf.

In Kürze

  • Automatisierung
  • Urheberrechtsrisiken
  • Übersetzungs-Spaltung

Künstliche Intelligenz bringt der Buchbranche Entlastung — und Ärger. Sebastian Guggolz, seit letztem Herbst Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, sieht die Technik sowohl als Erleichterung als auch als Risiko. Guggolz arbeitet beim Fischer-Verlag und betreibt einen Ein-Personen-Verlag in Berlin; damit kennt er die Branche von mehreren Seiten.

Weniger Routine, mehr Effizienz

KI-Systeme können Abläufe vereinfachen: Logistik, Vertrieb und Marketing reichen als Beispiele, wo Automatisierung Zeit und Kosten sparen kann. Für viele Verlage und Buchhändler bedeutet das schnelleres Arbeiten bei Bestell- und Lieferprozessen, gezieltere Werbung und bessere Auswertungen von Verkaufszahlen.

Problemfeld Textproduktion: Training mit bestehenden Werken

Guggolz warnt vor einem zentralen Risiko: Trainingsdaten. Wenn KI-Modelle mit bereits veröffentlichten Texten gefüttert werden, geschieht das oft ohne die Zustimmung oder Bezahlung der Rechteinhaber. „Trainiert“ heißt hier: Die Modelle lernen Muster aus großen Textmengen — und können dabei urheberrechtlich geschützte Passagen so übernehmen, dass es zu Verletzungen kommt. Das ist für Autor:innen, Verlage und Rechteverwerter ein heikles Thema.

Übersetzungen: Marktaufspaltung deutet sich an

Bei Übersetzungen zeichnet sich laut Guggolz eine Zweiteilung ab. Gebrauchstexte und einfache Inhalte werden bereits heute vielfach maschinell übersetzt; das ist effizient und genügt oft den Anforderungen. Bei literarischen und künstlerischen Texten sieht Guggolz eine andere Rolle: KI kann Übersetzende unterstützen — etwa als Werkzeug zur Vorübersetzung oder zum Stilcheck — sollte aber seiner Meinung nach nicht die gesamte Arbeit übernehmen.

Rechtliche Auseinandersetzungen am Beispiel Musiktexte

Die Nutzung von Büchern oder anderen Texten als Trainingsdaten ist juristisch umstritten. Ein Beispiel aus dem Musikbereich: Das Landgericht München entschied zugunsten der GEMA gegen OpenAI. Neun bekannte Lieder — von „Atemlos“ bis „Männer“ — seien vom Modell „memorisiert“ worden, also wörtlich reproduzierbar; das Gericht wertete dies als unerlaubte Vervielfältigung. Das Urteil zeigt: Rechtsstreitigkeiten um Trainingsdaten können weitreichende Folgen haben.

Arbeitsmarkt: Verschiebungen und neue Anforderungen

Forscher erwarten große Verschiebungen am Arbeitsmarkt. Viele Routineaufgaben in HR, Logistik, Finanzen oder Büroarbeit könnten automatisiert werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Fachwissen in Bereichen wie KI-Nutzung, IT-Sicherheit und Cloud-Diensten.

  • Ein Team des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schätzt, dass in Deutschland in den nächsten 15 Jahren etwa 1,6 Millionen Arbeitsplätze wegfallen oder neu entstehen könnten — mit Produktivitätsgewinnen, aber auch deutlichen Verlagerungen.
  • Morgan Stanley prognostiziert, dass Europas Banken in den nächsten fünf Jahren über 210.000 Jobs abbauen könnten, unter anderem wegen stärkerer Online-Nutzung und Filialschließungen.
  • Eine MIT-Studie beziffert in den USA mögliche Auswirkungen auf Lohnsummen mit rund 1,2 Billionen US-Dollar, betroffen vor allem in Finanzwesen, Gesundheitswesen und Unternehmensdienstleistungen.

Wie die Menschen KI nutzen

In Deutschland greifen viele Menschen bereits auf KI-Modelle wie ChatGPT zurück — vor allem zum Schreiben oder Lektorat, für Ratschläge und Anleitungen, zur Informationssuche sowie für Gesundheits-, Fitness- und Beauty-Tipps. Auch Lernen, Nachhilfe, Coaching und Unterstützung bei persönlichen Zielen zählen zu den häufigen Nutzungsfällen.

Stand der Branche: Nutzen versus Schutz

Kurz gesagt: Die Buchbranche profitiert in einzelnen Bereichen von KI, steht aber vor grundsätzlichen Entscheidungen. Es geht darum, in welchen Bereichen KI eingesetzt werden soll und wo Schutz von Urheberrechten sowie künstlerische Integrität oberste Priorität haben.

Quellen

  • Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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Dieser Artikel wurde vollständig mit KI generiert und ist Teil des Projektes KI News Daily der Pickert GmbH.

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